Wer Gott nahe sein möchte, dem kommt er entgegen


Lüdenscheid-Brügge. Unter diesem Gedanken hat Apostel Wolfgang Schug am 20. Dezember 2007 einen Gottesdienst in der neuapostolischen Gemeinde Lüdenscheid-Brügge gehalten.

In seiner Begleitung befand sich der neue Bischof für den Kirchenbezirk Hagen, Karl-Erich Makulla und Evangelist Peter Barkowski aus der Gemeinde Unna-Massen, die beide die Predigt des Apostels durch kurze Wortbeiträge unterstützten.

Den Gottesdienst stellte der Apostel unter zwei Verse aus der Apostelgeschichte: "Da antwortete der Kämmerer dem Philippus und sprach: Ich bitte dich, von wem redet der Prophet das, von sich selber oder von jemand anderem? Philippus aber tat seinen Mund auf und fing mit diesem Wort der Schrift an und predigte ihm das Evangelium von Jesus." (Apostelgeschichte 8, 34.35)

Apostel Wolfgang Schug am Altar Bischof Karl-Erich Makulla am Altar

Zu Beginn seiner Predigt ging Apostel Schug näher auf die im Textwort beschriebene Begebenheit ein. Der Kämmerer sei von weit her gekommen, um eine Begegnung mit Gott zu haben und ihn anzubeten. Philippus, ein Knecht Gottes, sei auf Anregung des Geistes Gottes zu diesem Kämmerer gesandt worden. Letztlich sei das Ergebnis gewesen, dass Philippus dem Kämmerer die Schrift erläuterte worauf sich dieser taufen ließ.

Auch heute hätten Menschen das Verlangen, Gott zu begegnen, ihm nahe zu sein und ihn anzubeten, so Apostel Schug. Deshalb gingen sie in den Gottesdienst. Gott lenke seine Gesandten durch seinen Geist und offenbare sich auf diesem Weg denen, die diese Nähe zu Gott suchen.

Aus dieser Einstellung heraus werde die Begegnung mit Gott möglich: Wer Gott begegnen und ihm nahe sein wolle, dem komme er auch entgegen. Gott werde durch sein Wort, durch die Sendung des Heiligen Geistes, und durch das Heilige Abendmahl in seiner Größe, Liebe und Fürsorge für jeden Einzelnen erlebbar.

Apostel Schug weiter: "Diese Begegnungen geben dem Gläubigen für alle Wechselfälle des Lebens eine sichere Glaubengrundlage, eine Hilfe und eine Stärkung; sie geben seinem Leben eine Richtung und die Sicherheit, in keinem Augenblick alleine zu sein."

Ein Blick in die vollbesetzte Gemeinde Apostel Schug (l.), Bischof Makulla (m.) und Gemeindevorsteher Pr. Conze (r.) verabschieden sich von der Gemeinde

Zu diesem Gottesdienst waren auch aus anderen Gemeinden des Kirchenbezirks Hagen Seelsorger mit ihren Ehefrauen eingeladen, so dass die Kirche in Brügge mit rund 120 Gottesdienstteilnehmern bis auf den letzten Platz besetzt war. Nach dem Gottesdienst stellte sich der Apostel in einem Interview noch einigen Fragen, die im monatlichen Gemeindebrief veröffentlicht werden und den Gemeindemitgliedern ihren Apostel auch einmal außerhalb des Gottesdienstes vorstellen.

Ein kleiner Auszug, in Form einer Frage, soll hier wiedergegeben werden.

Wie haben Sie sich auf die Aufgabe des Apostelamtes vorbereitet? Welche Gefühle weckte vorher der Gedanke an das neue Amt, als man dann wusste "man wird jetzt Apostel"?
Die Gefühle sind sehr unterschiedlich. Es ist sicherlich etwas besonderes, dass man durch dieses Amt eine enorme Nähe auch zu Gott bekommt und zu seinem Sohn, alleine schon dadurch, dass man doch sehr, sehr viel im Gebet mit Gott und seinem Sohn spricht, weil man sich sehr, sehr in dieser Aufgabe abstützen muss und von Gott weisen lassen muss, was man tut. Ich habe das jetzt erst so festgestellt, wie wenig Vorgaben es eigentlich gibt für das Apostelamt, dass alles eigentlich aus dem Amt heraus sich ergibt, aus der Aufgabe heraus sich ergibt, was zu tun ist. Darauf kann man sich eigentlich nicht vorbereiten, weil es eben kein Amt ist, was im Detail beschrieben ist, dargelegt ist. Man muss es durch Erleben schaffen in Gott hineinzuwachsen. Der Augenblick als das Wort fiel, dieses Amtes, spürte ich in der Tat, wie mein Herz fast stehen blieb vor Schreck, weil man mit so etwas nicht rechnet und das erst verarbeiten muss. Es ist ein führendes Amt der Kirche. Das muss man sehr gewissenhaft auch annehmen, sehr bewusst aufnehmen was da kommt und da habe ich mich bemüht in der Zeit, nachdem es mir bekannt gemacht wurde, mich wirklich mit einer wahrhaftigen Heiligung zu beschäftigen, um mich darauf vorzubereiten.



Text: Detlev Besler
Fotos: Sven Schäfer

 

20.12.07
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